Das Sport Genre

1epicpingpongSo ziemlich jeder, der Anime schaut, ist mit dem Sport Genre schon in Verbindung gekommen, sei es durch Freunde oder durch irgendwelche Hypes. Doch leider wird das Genre stark unterschätzt: Die meisten denken, Sport Anime bestehen aus irgendwelchen öden Spielen, wie in echten Sportsendungen.

Anfangs war meine Meinung dazu zugegeben nicht sonderlich viel anders. Ich meine, wenn ich bei einem 90-minütigen Live-Match fast schon einschlafe, wie soll ich dasselbe 24 Folgen lang aushalten? Dennoch habe ich den Sprung ins kalte Wasser gewagt und es nicht bereut. Im Gegenteil, Sport Anime gehören zu den am meisten süchtig machenden Anime, die ich kenne.

Obwohl ich noch einiges vor mir habe, gibt es einen Haufen Sport Anime, die ich empfehlen kann.

One Outs1oneoutsd
Einer meiner ersten Sport Anime ist One Outs. Auf den ersten Blick kann der Anime einen abschrecken, denn er handelt sich um Baseball. Und leider muss man die Grundregeln kennen. Lässt man sich darauf ein, wird man allerdings belohnt: In One Outs geht es viel mehr um Taktik und Wurfstrategien als um das Spiel selbst und der Anime macht verdammt süchtig. Zudem ist der Hauptcharakter, Tokuchi Toua, ein richtiger Badass, und zwar ein Over-The-Top-Badass. Fans von Kaiji werden den Anime sowieso lieben, da er davon inspiriert wurde. 7/10

Giant Killing1gl
Habe ich schon erwähnt, dass ich kein Fußball mag? Nun denn, Giant Killing ist mein zweitbester Lieblingssportanime. Giant Killing unterscheidet sich in mehreren Dingen vom typischen Sport Anime: Die ETU ist ein schwaches Team und gewinnt nicht ständig jedes Match, sondern muss auch viel einstecken. Die Spiele werden zuerst mit Foreshadowings aufgebaut und, wie bei One Outs, mit Taktik ausgetragen und es kommt vor allem auf die Teamarbeit an. Dabei wird auf die Probleme einiger Spieler eingegangen, was zu netten Charakterentwicklungen führt. Zudem haben mir das Ending und die meisten OSTs richtig gut gefallen. Um auch ein paar Schwächen zu nennen: Der Anime hört mitten in der Handlung auf und es gibt teilweise CGI Animationen von Quality DEEN. Nichtsdestotrotz ist es kein Fehler, den Anime anzufangen, denn an vielen Stellen fiebert man richtig mit. 7/10

Ping Pong! The Animation1pingpong
Ihr dachtet, es gibt keine Sport Anime mit einem komplexen Plot? Dann habt ihr Ping Pong noch nicht gesehen. Dieser Anime hat so ziemlich alles: Symbolik, eine gut geschriebene Handlung, geniale Charaktere und gute Musik. Ping Pong ist eine Deconstruction, welche einige nennenswerte Eigenschaften hat, eine davon ist der Hauptcharakter, dem es egal ist, ob er gewinnt oder verliert. Er will eben nur seinen Spaß haben. Leider ist auch dieser Anime nicht perfekt: Sowohl die Animationen als auch der Zeichenstil sind teilweise unerträglich schlecht. Zudem fehlt einem einfach oft das Gefühl, in spannenden Spielen mitfiebern zu können, da nahezu jedes Spiel gerusht bzw. lieblos dahergeklatscht wird. Des Weiteren sind einige Stellen etwas unglaubwürdig. Dennoch ist Ping Pong etwas für jeden, der viel Wert auf das Writing legt und selbst die oben genannten Anime nicht mag, man muss sich eben nur an den Zeichenstil gewöhnen. 7/10

Hajime No Ippo1hajimenoippo
Dieser Anime ist ein Klassiker, produziert von Madhouse. Obwohl er förmlich überfüllt von Klischees ist und Ippo kein allzu genialer Charakter ist (zumindest noch nicht), ist Hajime No Ippo mein Lieblingsanime dieses Genres. Es gibt viel Build-Up und Ippo’s Gegner sind immer gut geschrieben, denn sie haben Probleme und entwickeln sich durch die Kämpfe gegen ihn weiter. Zudem bietet der Anime spannende Kämpfe zum mitfiebern und Over-The-Top Comedy an. Auch die Musik ist gut: Die Openings musste ich mir öfters anhören und der ein oder andere OST gefällt mir auch. Leider gibt es auch Filler-Episoden, weswegen ich den Anime pausiert habe. Dennoch war das, waa ich bisher gesehen habe, richtig gut. 7/10

Kuroko No Basket1kurococksballs
Der vermutlich schwächste Anime dieser Liste. Die Charaktere sind so flach wie ein Blatt Papier und die Spiele sind teilweise richtig vorhersehbar. Das Problem ist, dass Kuroko no Basket Shonen-Elemente benutzt, welche extrem klischeehaft und unglaubwürdig eingesetzt werden. So gibt es aus dem Nichts irgendwelche Spezialattacken, die die Spiele jedesmal um 180 Grad wenden und die innere Logik kaputt machen. Außerdem gibt es viel dämlichen Fanservice in Form von weiblichen Trainern, die große Oberweiten haben und Basketballspielern, die oben ohne in der Sauna rumhängen. Aber abgesehen von den ganzen Plot Holes und Klischees, kann man mit dem Anime sehr gut mitfiebern, denn die Spiele sind Over-The-Top badass und unterhalten, weil sie eben so überzogen badass sind. Es macht einfach nur Spaß, zuzusehen, wie die Spieler Wirbelstürme erzeugen und sich auf übertriebene Art gegenseitig ausspielen. Wenn man nur auf Unterhaltung aus ist, lohnt sich KnB, allerdings sollte man den Anime zumindest bis zum ersten Match gegen Midorima anschauen, denn da geht der Anime erst richtig los. 6/10

Erwähnenswert sind noch Eyeshield 21, Ashita No Joe, Haikyuu und Inazuma Eleven, sowie oldschool Anime wie Kickers und Captain Tsubasa, welche ich noch nachholen muss.

Wir sehen also, dass es geniale, sogar komplexe, Sport Anime gibt. Mit Hajime No Ippo gibt es einen Sport Anime, der gut geschriebene Charaktere hat. Ping Pong ist storytechnisch am besten und unterscheidet sich sogar am meisten vom Genre. Dafür sind die lustlosen Animationen wirklich eine riesige Schwachstelle. Giant Killing und One Outs fokussieren sich auf Taktik und bieten eine Mischung aus Unterhaltung und Qualität an. Sie sind eben viel realistischer und besser geschrieben als Kuroko no Basket. Dafür bietet KnB Over-The-Top badass Unterhaltung an.

Und falls ich einen guten Sportanime vergessen habe, könnt ihr mir gerne einen empfehlen.

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Was ich mir im Moment anschaue (Teil 2)

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Ja, ich muss einmal wieder etwas für meinen Blog machen, deswegen will ich  lieber einen weiteren Füll-Artikel schreiben als gar nichts zu tun.

Die guten Serien

Aoi Bungaku1Aoibungaku
Dieser Anime handelt sich um eine Art Neuverfilmung von alter Literatur. Die erste Arc gefiel mir sehr gut, es gab viele Symbole, Themen und Charakterentwicklung. Wenn die anderen Arcs das Niveau halten können, dann könnte es der Anime in meine Favoritenliste schaffen. 7.5/10

Giant Killing1giant_killing_02

Diesen Anime habe ich kürzlich beendet und er war einfach nur genial. Einerseits war er viel realistischer als Sachen wie Kuroko No Basket, da die Hauptcharaktere nicht jedes Spiel durch eine aus der Luft gegriffene Wendung gewinnen, andererseits gab es oft gut geschriebene Build-Ups zu den großen Matches. Diese wurden mit Taktik und Teamarbeit bestritten anstatt mit Willenskraft und Power-Ups. Die Musik gefiel mir von allen Seiten. Besonders das Ending und einige OSTs habe ich mir sehr oft angehört. Die Charaktere waren nicht wirklich tiefgründig oder irgendwie extrem gut geschrieben, aber sie hatten Persönlichkeit und waren sympathisch. Um aber auch ein paar Negative Dinge zu erwähnen: Der Anime hat mitten in der Handlung aufgehört und über die Charaktere erfuhr man nicht wirklich viel. Trotzdem zähle ich GK, zusammen mit Hajime No Ippo, One Outs und Ping Pong, zu den besten Anime des Sport Genres. 7/10

Legend of the Galactic Heroes1logh

Meine monatlichen zwei Folgen. Sonderlich viel hat sich noch nicht geändert, es war teilweise enorm unübersichtlich und an vielen Stellen gab es Erklärungsbedarf, ansonsten gibt es viel gutes Buildup, Taktik und epische Musik. Außerdem sind die Animationen teilweise echt ätzend. 6.5/10

Die mittelmäßigen Serien

Black Butler

1blackbutler
Irgendwie ödet mich die Serie richtig an. Die letzte monatliche Folge hatte eine enorm unglaubwürdige Charakterentwicklung und Badass Klischees. 5/10

The Melanchony of the Haruhi Suzumiya1haruhilpöWaifu Anime. Eigentlich kennt jeder Haruhi und findet es, spätestens nach der Endless-Eight, overrated. Die Charaktere sind enorm klischeehaft und der Humor trifft teilweise überhaupt nicht meinen Geschmack, aber irgendwas hat die Serie. Und hey, es gibt Bunny Girls! 5/10

Pandora Hearts1pandorahearts
Ich fasse den Plot noch einmal zusammen: Oz hat einen Pakt mit Alice geschlossen und muss ihre Erinnerungen aufdecken und herausfinden, was er angetan hat. (Aus irgendeinem Grund hasst ihn der halbe Cast.) Das klingt interessanter als es ist, denn die Serie besteht zu 85% aus öden Flashbacks oder weinenden Charakteren, die irgendwelche Enemy of the Week Kämpfe im Abyss bestreiten. 5/10

Digimon Tamers1tamers
Kindheitsserie. Anime dieser Art kann man nur mögen oder hassen. Weil mir die erste Staffel früher so sehr gefiel, wollte ich die anderen auch einmal sehen, bin dazu aber nie gekommen, bis auf einzelne Folgen. Im Grunde ist Tamers nur eine generische Kindheits-Shonenserie mit extrem guter Musik. 5/10

Die schlechten Serien

Charlotte1charlotte
Aus irgendeinem Grund musste ich den Anime anfangen und ich kann nur sagen, dass ich das schwer bereue. Pandora Hearts hatte seine Badass Momente, Charlotte ist extrem schlecht geschrieben und besteht nur aus Forced Drama of the Week mit unpassender Comedy. Zudem will dieser Anime erst gar keine Logik hineinbringen, Lolis bekommen aus dem nichts irgendwelche random Fähigkeiten (wo es am Anfang der Serie doch hieß, dass man diese erst mit ca. 13 bekommt…), mit denen sie rumspammen und sterben dann, ohne etwas Weltbewegendes getan zu haben. 3/10

So, das war es erstmal. Hajime No Ippo und Erin habe ich zu lange nicht mehr angerührt, um sie als “momentan am schauen” zu bezeichnen.

Und noch etwas: Die WordPress-App ist immer noch das Letzte!

Und noch etwas²: Ich habe vor kurzem Shinsekai Yori angefangen und es ist interessant.