Ich habe nun auch Twitter

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Heute kommt einmal keine Anime- oder Folgenreview, sondern nur eine kleine Ankündigung:

Ich habe mir in der Vergangenheit öfters überlegt, ob es sich lohnt, einen Account bei Twitter zu machen und mich letzten Endes doch dazu entschlossen, mir einen zu erstellen. Der Vorteil an Twitter ist, dass ich kleine Statements zu guten oder schlechten Folgen geben oder (leichtes) Shitposting machen kann, was ich mir auf WordPress nicht erlauben könnte, da ich doch Wert darauf lege, dass meine Artikel möglichst anschaulich sind und eine anständige Wortdichte haben.

Außerdem ist es auf Twitter viel lebendiger als hier, mit dem Haken, dass das Niveau manchmal stark sinken kann. Aber mit den wenigen Kommentaren ist es hier manchmal wie in der Wüste – Einmal im Monat bekomme ich etwas Feedback oder ähnliches. Ich möchte jetzt aber niemandem Vorwürfe machen oder irgendwie herumjammern, immerhin freue ich mich für jeden bisherigen Kommentar und bin froh, dass mein Start bisher hatefrei, sprich ohne irgendwelche Randoms, die alles zuflamen, gelaufen ist und hoffe, dass es auch so bleibt. Allerdings gibt es manchmal Tage, an denen ich doch gesprächiger bin oder das Gefühl habe, dass ich irgendetwas unbedingt sagen muss, das zu wenig Content für einen Artikel liefern würde. Hierfür eignet sich Twitter doch sehr gut: Ich kann einfach mal so posten: “Oh mein Gott, Hajime No Ippo Folge 40 hat mich sooo gehyped!!!” (Zufälligerweise waren die beiden Folgen von Ippo’s Rivalen(?) wirklich mega cool.) und muss dann nicht alles zusammenfassen.

Damit hätte ich das Wichtigste gesagt. Und falls sich jemand wundert “Hä? Was ist das denn für ein komischer Typ, der mir folgt?”, ich hatte anfängliche Schwierigkeiten und bin aus Versehen lauter Randoms gefolgt. Aber hey, wenigstens waren einer meiner Lieblings(ex)reviewer und ein paar nette Animetypen dabei.

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Charlotte Folge 7 -How to not do character development

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Genau das dachte ich beim Schauen dieser Folge. Einerseits musste ich mich so oft facepalmen, dass mein Gesicht schon rot wurde, andererseits musste ich an manchen Stellen fast schon lachen.

1Charlotte2Gleich zu Beginn der Folge kommt der unerwartete Plot Twist schlechthin: Ayumi, die Schwester des Mains, hat den Sturz in der vorherigen Folge nicht überlebt und ist gestorben, ohne irgendwas getan zu haben. Ich meine, soll ich jetzt jedem random Loli hinterhertrauern? Sie hatte einfach null Persönlichkeit und nur genervt. Ihr einziger Nutzen war der Fanservice, der mir aber nicht zugesagt hat.

1Charlotte3Und an dieser Stelle frage ich mich, ob sich die Serie überhaupt ernst nimmt. Es gab zuvor zwar auch schon viele unpassende Comedy-Einlagen, aber in einer Folge, in der man um einen Hauptcharakter trauern soll, ist sowas einfach nur peinlich.

1Charlotte4Inzwischen hat Yuu mehr Dosenfutter an einem Abend gegessen als ich in einem Monat. Natürlich kommt ein random Mädchen in sein Zimmer (Woher auch immer es den Schlüssel hierfür hat.) und will ihm helfen. Könnte Yuu der Harem Lead aus Charlotte werden? Oder ist er es schon und ich habe es nicht bemerkt? Doch leider ist der arme Yuu momentan nicht in Stimmung, um mit anderen zu kommunizieren und vergrault jeglichen Kontakt.

1Charlotte5Und nachdem er von zwei Typen in Anzügen geflohen ist, versteckt er sich vorrübergehend in einem Hotel und wird videospielsüchtig. Dabei wird er zu einem Psychopathen und fängt an, sich mit Randoms zu prügeln. Auch hier musste ich mich facepalmen: Es fällt ja überhaupt nicht auf, dass ein Random urplötzlich aus dem Nichts erscheint und sich im Alleingang mit ganzen Gangs prügelt. Nein, dahinter könnte gar keine Superkraft stecken, man muss lediglich jeden Tag 100 Sit-Ups, 100 Liegestützen und 100 Kniebeugen machen und ein paar Bananen essen. Wenn man dann die Haare verloren hat, ist man bereit, sich mit Randoms zu p- Upps, falscher Anime.

Auf jedenfall scheinen diese Männer im Anzug doch nicht so gefährlich zu sein wie die Serie tut. Oder haben sie keinen Bock auf die Serie und verstecken sich nur im Hintergrund? Außerdem war die Entwicklung von Yuu sowas von erzwungen. Ich meine, der Kerl wurde in nicht einmal 5 Minuten sofort zum Psychopathen. Er war einfach so eine komplett andere Person, ohne dass man ihm Zeit gelassen hat.

1Charlotte6Aber Ende gut, alles gut: Tomori hat Yuu die ganze Zeit beobachtet und hält ihn auf, bevor er ganz durchdreht (Ein Tritt ins Gesicht tut es!). Sie hätte ihn zwar schon viel früher aufhalten können und ihr Erscheinen war sowas von aus dem Nichts, aber hey, irgendwie muss der Anime ja zeigen, dass der Hauptcharakter unter Depressionen leidet. Auf jedenfall wohnt er jetzt bei ihr und sie gibt ihm Essen. Dann gibt es ein bisschen Shipping und der Hautcharakter wird wieder normal.

Fazit:

In dieser Folge gab es noch mehr unpassende Comedy, eine richtig erzwungene, gerushede Charakterentwicklung und ein bisschen Shipping am Ende, was alles verdammt gescripted gewirkt hat. Das einzige, das ich an dieser Folge gut fand, waren ein paar OSTs und die Tatsache, dass der Anime an dieser Stelle nicht komplett auf Drama gesetzt hat, viel eher gab es um Ayumi’s Tod sogar zu wenig Drama (Und das in einer Serie von Maeda!), da dieser eher wie ein “Ja, sie ist tot. Und jetzt bemitleide Yuu!” (Ach so hieß der Hauptcharakter.) wirkte. 3/10

 

Anime Review: Kemono No Souja Erin (Spoilerfrei)

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Vorgeschichte:
Durch einen meiner Lieblingsreviewer bin ich auf diesen Anime gekommen. Er hat ihn sehr hoch bewertet und oft gelobt, wenn nicht sogar gefanboyed. Weil ich seine Kritiken nachvollziehbar finde und er einen guten Geschmack hat, wollte ich mir den Anime ebenfalls anschauen und mir ein Bild davon machen. Allerdings waren besonders die ersten Folgen sehr zäh, da mir das Pacing zu lahm war und die Story episodisch erzählt wurde. Auch der kindliche Stil der Serie schreckte mich ab. Deswegen pausierte ich den Anime eine Zeit lang. Nach einiger Zeit nahm ich ihn wieder auf und erlebte einen richtig krassen Plot Twist. Danach nahm die Spannung wieder ab und ich zögerte den Anime wieder hinaus, bis ich ihn ein zweites Mal aufs Eis gelegt hatte. Dann allerdings wurde ich durch einen meiner Kommentierer zu einem dritten Anlauf ermutigt. Diesmal nahm das Niveau der Serie um einiges zu: Die Rahmenhandlung schreitete etwas voran, Erin hatte ein geniales Development und es gab einen weiteren genialen Plot Twist. Nach dem zweiten Timeskip nahm das Niveau der Serie rapide zu und ich musste den Anime suchten, bis ich schließlich zum jetztigen Zeitpunkt angelangt bin:

Ich habe mir heute die letzten 5 Folgen durchgesuchtet und dadurch gleichzeitig meine morgige Klausur (welche ich heute mit einem guten Gefühl geschrieben habe) vernachlässigt. Aber selbst falls ich sie verhauen würde, wäre es das Wert (Niemals mich als Vorbild nehmen, was das Lernen angeht!), denn Kemono No Souja Erin ist einer der wenigen Anime, bei denen ich die Tränen verkneifen musste. Klar, sowas kann jeder dahergelaufene Random sagen, aber ich glaube, man könnte mir schon zutrauen, dass ich nicht leicht zu beeindrucken bin, was das deprimiert sein wegen Anime angeht. Erin war einerseits so traurig, weil das Ende so schön war und die ganzen Erinnerungen nochmal hochgekommen sind und andererseits war das Gefühl, diesen großartigen Anime hinter mir zu haben, wirklich deprimierend.

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Story:
Erin gehört zu den Anime, deren Schwächen man nach nur wenigen Episoden bereits erkennen kann:

Die kindliche (nicht kindische!) Art des Animes kann anfangs sehr befremdend wirken und der Anime braucht wirklich verdammt lange, um einen wirklich zu packen. Er ist eben verdammt langsam, was das Pacing betrifft, was sich extrem negativ auf die Motivation auswirken kann. Aber eines kann ich garantieren: Alles nach Folge 30 ist verdammt genial! Außerdem bemerkt man erst spät, wie durchdacht die Story eigentlich ist, und dann hat man das Gefühl, dass alles schneller vorbeigeht als einem lieb ist.

Eine andere Schwäche sehe ich darin, dass es einige Klischees und momente gibt, die konstruiert wirken. Erin ist halt der Hauptcharakter und das merkt man ab und zu leider.

Aber so viel zu den Schwächen, wer bei den ersten 29 Folgen gut aufgepasst hat, wird mit gutem Writing belohnt: Die Story ist verdammt gut durchdacht. Während die erste Hälfte eher mit der Rahmenhandlung, Symbolen mit der Natur oder Tieren, Foreshadowings oder Build-Ups plottet, kümmert sich die zweite Hälfte um die Verlinkung zwischen Erin’s Handlungsstrang und der Rahmenhandlung. Dabei wird die Story immer interessanter und hat immer mehr Plot Twists, welche für Spannung sorgen. Abgeschlossen wird der Anime mit einem guten Ende. Es war zwar kein super genialer Mindblow wie in Paranoia Agent und keine Message wie bei Texhnolyze oder im Chimera Ant Arc, aber es war definitiv ein Stück besser als das Ende von Fullmetal Alchemist: Brotherhood. Auf jedenfall war ich damit zufrieden und es hat zum Anime gepasst.

Etwas weiteres Positives an Kemono No Souja Erin sind die einzigartigen Gefühle, die der Anime hervorbringt. Diese gehen von beruhigenden, niedlichen Mutter-Kind-Bindungen bis hin zu Mitleidsgefühlen und Trauer, wenn ein Charakter stirbt. Der Anime schafft es halt, gutes, glaubwürdiges Drama zu machen, was für Anime generell relativ selten ist. An einigen Momenten ist er sogar zum mitfiebern spannend.

Insgesamt ist die Story sehr langsam, weil sie sich eben Zeit nimmt, eine gut geschriebene Handlung und gute Charakterentwicklungen aufzubauen. Dabei schafft es der Anime, einen mit schockierenden Plot Twists zu flashen und für wirklich glaubwürdiges Drama zu sorgen. Ein Beispiel wäre eine besimmte Szene, die etwas mit Handschuhen und einer Königsbestie zu tun hat. Die Story ist praktisch voll von solchen rührenden Momenten. 8/10

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Charaktere:
Die Charaktere sind ebenfalls hervorgestochen, wenn auch verschieden:

Während ich Sympathien für den Imker Joun, Erin, Kiriku und die Königin hegte, konnte ich diese Zwillinge und den Hauptantagonisten gar nicht leiden. Ich will nicht spoilern, wer es ist, aber dass es einen gibt, sollte eigentlich klar sein. Auf jedenfall war er kein schlechter Antagonist, er hatte auch Charisma und zur Handlung gepasst, aber letzten Endes fand ich seine Beweggründe doch zu lasch und er war auch sehr einseitig gestaltet.

Aber die Zwillinge, Nukku und Mokku, waren noch viel schlimmer: Sie haben wirklich nur genervt, allein ihre gemeinsamen Dialoge sind mir tierisch auf die Nerven gegangen. Sie waren zwar auf ihre Art sympathisch, aber das macht ihren niedrigen Nutzen bezüglich der Story nicht wett. Das Problem war einfach, dass sie nur als Comedy Sidekicks gedient haben.

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Dafür gibt es aber auch lauter gute Charaktere, die man sehr schnell ins Herz schließt: Joun war ein verdammt sympathischer Charakter, der Erin’s Leben stark beeinflusst hat. Ich mochte seine Art und seine Hintergrundgeschichte, dementsprechend hatte ich auch Mitleid mit ihm.

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Ein weiterer guter Charakter ist Kiriku. Dieser ist ein beauftragter Attentäter, der sich den Protagonisten des öfteren in den Weg stellt und eine unheimliche Art hat. Allerdings hatte er auch eine dramatische Hintergrundgeschichte und leidete deswegen an seinen Erinnerungen. Ich konnte seine Entscheidungen immer nachvollziehen und mochte ihn sehr.

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Der vermutlich beste Charakter des ganzen Animes war Erin. Sie ist auch generell einer der besten Charaktere, die ich kenne. Ihre Entwicklungen waren einfach nur fantastisch, ständig musste sie Verluste erleiden und lernte dazu. Es war einfach nur wunderschön, mitanzusehen, wie sie vom unschuldigen, kleinen Mädchen zur erwachsenen Frau wurde. Dabei wurde ihr 50 Folgen Zeit gelassen, sodass man schön die Zwischenstufen sehen konnte. Ich könnte noch stundenlang über sie philosophieren, aber das würde die Länge der Review nur sprengen, auch wenn ich meinen Erin-Hype nur hier auslassen kann, weil den Anime ja so gut wie niemand kennt.

Selbstverständlich gilt auch hier die Standardphrase: Es gibt noch viele geniale Charaktere, die ich nicht wirklich erwähnt habe wie Ial, Lilan oder Soyon. Und ja, in diesem Anime entwickeln sich auch Tiere weiter, womit alleine die Königsbestien aus Erin qualitativ die meisten durchschnittlichen Animecharaktere in den Schatten stellen.

Generell sind fast alle Charaktere gut. Auch wenn mir der Antagonist und die Zwillinge nicht so sehr zugesagt haben, konnten mich die restlichen Hauptcharaktere doch sehr überzeugen, besonders weil sie sehr realistisch und tiefgründig gestaltet waren und ich für nahezu jeden Sympathien hegte. 8/10

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Optisches:
Hier spaltet sich meine Meinung vermutlich am meisten:

Einerseits gab es so wunderschöne Zeichnungen, Hintergründe und Symbole, andererseits waren die Animationen oft schlecht. Ich erinnere mich noch an den einen Zweikampf oder die Szene, die so aussah, als würde Erin’s Kugelschreiber Schriftzeichen zaubern. Die Animationen sind sehr langsam und man merkt oft, dass sie nicht gerade flüssig sind.

Der Zeichenstil hingegen war wunderbar. Ich habe es geliebt, wenn Legenden erzählt wurden und man die dazugehörigen Symbole gezeigt hat. Auch das Design der Königsbestien und der Touda konnte mich überzeugen. Die Charakterdesigns fielen mir auch positiv auf. Die Hintergründe wirkten zwar etwas verschwommen, aber mich hat das nie wirklich gestört, viel eher haben sie zur beruhigenden Atmosphäre beigetragen. 7/10

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Musik:
Die Musik gefiel mir fast gänzlich. Das zweite Ending fand ich nicht mehr so gut wie das Erste, aber abgesehen davon konnte mich so ziemlich jedes Musikstück packen. Besonders die zweite Version des Openings war verdammt episch und schön zugleich. Auch das erste Ending, nämlich After the Rain, war wunderschön.

Die OSTs waren ebenfalls sehr emotional, süchtig machend und haben perfekt zur Stimmung gepasst. So konnten die traurigen Szenen durch die Musik noch ein ganzes Stück trauriger werden, wodurch ich manche Szenen besser in Erinnerung behalten habe. Besonders die Szene, bei der die Opfer des Krieges gezeigt wurden, fand ich richtig rührend. Alleine wegen den OSTs kommen einem bei diesem Anime fast schon die Tränen. 8-9/10

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Fazit:
Dachtet ihr, euer Lieblingsanime ist underrated? Dann habt ihr Erin noch nicht gesehen. Das Problem ist, dass eben niemand außer mir, Shino, Raki und ein paar Amerikanern den Anime kennt und die Ratings für diesen Anime sind auch meistens sehr niedrig, weil viele den Fehler machen, ihn nicht zu beenden.

Falls ich euch ermutigen konnte den Anime anzuschauen, freut es mich, allerdings würde ich euch stark dazu raten, bis Folge 30+ durchzuhalten, und dann erst ein wirkliches Urteil darüber zu fällen.

Generell muss ich mich an der Stelle für Shinos Fanboying und Rakis (passive) Motivierung bedanken, denn ohne sie hätte ich einiges verpasst.

Erin ist ein wunderschöner, ruhiger Anime, der besonders durch das durchdachte Writing, Erin’s fantastisches Development und das gute Drama punktet. Es gibt auch das ein oder andere Thema, das zum Nachdenken anregt, wie zum Beispiel Erin’s Weltanschauung, Tiere wie Menschenfreunde zu behandeln, aber in Sachen Traurigkeit punktet der Anime doch viel eher mit tollen Charakteren, welche ein trauriges Schicksal haben. Mit einer 8/10 würde ich Kemono No Souja Erin sowohl als ein Meisterwerk als auch als einer der besten Anime überhaupt bezeichnen, er hat es sogar in meine Top 10 geschafft, weil mir einfach vieles so sehr hängen geblieben ist. Ansonsten kann ich nur noch sagen, dass ich für Diskussionen über den Anime gerne offen bin, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob Spoiler in den Kommentaren erlaubt sind, bei den wenigen Leuten, die sich meine Beiträge durchlesen.

 

Was ich mir im Moment anschaue (Teil 3)

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Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht:

Die gute Nachricht ist, dass ich richtig Lust auf Erin bekommen habe, besonders nach Folge 30 wird es richtig awesome.

Die schlechte Nachricht ist, dass ich momentan viel um die Ohren habe und eine Review zu Erin warten muss, zumal ich noch ungefähr 15 Folgen anschauen muss. Deswegen müsst ihr euch mit einem weiteren Füllartikel quälen.

Die Meisterwerke

Sekkou Boys

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Der vermutlich beste Anime, den ich je gesehen habe! Die erste Folge steckt voller Foreshadowings, tiefgründiger Themen und historisch korrekten Fakten. Auch die Charaktere sind makellos, schon in der ersten Folge haben wir dieses Mädchen, das sich für einen Manager-Job bewerben will und eine Phobie vor Skulpturen hat. Die vermutlich beste Deconstruction eines Idol-Animes! 11/10

Die guten Serien:

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Shinsekai Yori
Vor einiger Zeit habe ich diesen Anime beendet und ich muss sagen, bisher ist er mit Abstand das beste Werk von A1-Pictures. Wobei ich Fairy Tail, Sword Art Online, Nanatsu No Taizai und Ao No Exorcist jetzt nicht sonderlich gut finde. Höchstens in Magi sehe ich noch etwas Potenzial, wobei ich mich noch daran erinnere, wie die relativ gesellschaftskritische erste Hälfte leider eine schlechte zweite Hälfte bekam. Dafür soll die zweite Staffel wieder gut werden. Aber egal, bisher habe ich noch nichts von dem Studio gesehen, das an Shinsekai Yori herankommt. Leider sind die Characterdesigns und die Animationen auch typisch A1 und auch von den Charakteren stachen mir doch lediglich Squealer, der Anführer der Hornissen und der Hauptcharakter wirklich hervor. Dafür ist die Story wirklich genial. Es gibt so viele Themen und Gesellschaftskritik auf einem hohen Niveau. Zudem ist die Story auch wirklich komplex und es wird ein guter Plot aufgebaut und genial abgeschlossen. Storytechnisch kann ich mich nur über ein paar konstruierte Momente gegen Ende beklagen. Das Pacing, das viele kritisieren, fand ich nicht wirklich schlecht. Mit Texhnolyze, Monster und Erin bin ich auch an langsame Starts gewöhnt. Auch die Musik war fantastisch. Viele OSTs blieben an mir hängen und das erste Ending war einfach nur wunderschön. Diesen Anime kann ich wirklich nur ans Herz legen, auch wenn er seine Macken hat. 7/10

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Kemono No Souja Erin
Der Anime ist enorm zäh und das Pacing ist so langsam, dass es einem manchmal fast schon die Motivation rauben kann. Ob es mit dem Anime noch etwas werden kann? Oder wird die Rahmenhandlung nur am Rande behandelt und wir sehen Großteils nur Erin in der Schule? So dachte ich jedenfalls bis zu einer gewissen Stelle. Danach nahm das Niveau der Serie rapide zu, ich fing wirklich an zu suchten und es wurde stellenweise enorm spannend. Aber mehr dazu werdet ihr in meiner Review erfahren. Bis dahin ist mein vorrübergehender Score eine 7/10.

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JoJo’s Bizarre Adventure – Stardust Crusaders
Eine der besten Trashserien. Die ersten neun Folgen waren ein Enemy of the Week und wurden mit der Zeit richtig langweilig, da es immer nur dasselbe war. Als Team JoJo allerdings einen Zwischenstop in Indien gemacht hat, wurde Polnareffs Rache-Subplot näher behandelt und es gab schon eine Arc, die länger als eine Folge dauerte. Auch wenn die Charaktere richtig flach sind und es storytechnisch nichts außer Plot Holes gibt, konnte mich dieser Anime mit seiner übertrieben dämlich männlichen Art richtig gut unterhalten. Ich kann es nachvollziehen, wenn man die ersten Parts des Animes nicht mag, immerhin sind sie richtig dämlich, allerdings mochte ich genau diese übertrieben dämliche Badassigkeit, welche mich auch gut unterhalten konnte. 6/10
Achja, bald bekommt Diamond is Unbreakable seine Animeverfilmung. Dann soll der Anime auch ernstzunehmen sein.

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One Punch Man
So ziemlich jeder kennt den Anime mittlerweile. Die Geschichte eines overpowereden Helden, der jeden mit nur einem Schlag besiegt. Was mich gestört hat, waren die Build-Ups um die Antagonisten, welche sowieso von Saitama geonehitted werden. Von den Charakteren fiel mir keiner wirklich auf, und die Story ist nicht nur schlecht geschrieben, sondern auch mehr als nur unkomplett. Aber das macht nichts, denn der Anime ist eine Parodie und ich konnte oft darüber lachen. Den Heldentest und das Rangsystem fand ich am lustigsten, mit dem Hauptcharakter, der sich von ganz unten nach oben “arbeiten” muss. Auch hatte der Anime äußerst gute Animationen und die ein oder andere Referenz zu Hunter x Hunter, was mir doch sehr gefiel. Grundsätzlich würde ich den Anime als eine gute Comedyserie bezeichnen. Sie ist zwar kein richtiges Must-Watch, aber falls man gerade keine Lust oder Zeit auf etwas Anspruchsvolles hat, kann man sich den Anime antun. 6/10

Mittelmäßige und schlechte Serien gibt es momentan keine. Nach Erin werde ich mir vermutlich das kontroverse Subete Ga F anschauen, um mir endlich endlich eine Meinung darüber bilden zu können. Auch Hajime No Ippo, Aoi Bungaku und LoGH muss ich mal wieder aufnehmen.

PS: Für die, die es nicht bemerkt haben, eine Serie habe ich sarkastisch kommentiert.