Anime Review: Kemono No Souja Erin (Spoilerfrei)

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Vorgeschichte:
Durch einen meiner Lieblingsreviewer bin ich auf diesen Anime gekommen. Er hat ihn sehr hoch bewertet und oft gelobt, wenn nicht sogar gefanboyed. Weil ich seine Kritiken nachvollziehbar finde und er einen guten Geschmack hat, wollte ich mir den Anime ebenfalls anschauen und mir ein Bild davon machen. Allerdings waren besonders die ersten Folgen sehr zäh, da mir das Pacing zu lahm war und die Story episodisch erzählt wurde. Auch der kindliche Stil der Serie schreckte mich ab. Deswegen pausierte ich den Anime eine Zeit lang. Nach einiger Zeit nahm ich ihn wieder auf und erlebte einen richtig krassen Plot Twist. Danach nahm die Spannung wieder ab und ich zögerte den Anime wieder hinaus, bis ich ihn ein zweites Mal aufs Eis gelegt hatte. Dann allerdings wurde ich durch einen meiner Kommentierer zu einem dritten Anlauf ermutigt. Diesmal nahm das Niveau der Serie um einiges zu: Die Rahmenhandlung schreitete etwas voran, Erin hatte ein geniales Development und es gab einen weiteren genialen Plot Twist. Nach dem zweiten Timeskip nahm das Niveau der Serie rapide zu und ich musste den Anime suchten, bis ich schließlich zum jetztigen Zeitpunkt angelangt bin:

Ich habe mir heute die letzten 5 Folgen durchgesuchtet und dadurch gleichzeitig meine morgige Klausur (welche ich heute mit einem guten Gefühl geschrieben habe) vernachlässigt. Aber selbst falls ich sie verhauen würde, wäre es das Wert (Niemals mich als Vorbild nehmen, was das Lernen angeht!), denn Kemono No Souja Erin ist einer der wenigen Anime, bei denen ich die Tränen verkneifen musste. Klar, sowas kann jeder dahergelaufene Random sagen, aber ich glaube, man könnte mir schon zutrauen, dass ich nicht leicht zu beeindrucken bin, was das deprimiert sein wegen Anime angeht. Erin war einerseits so traurig, weil das Ende so schön war und die ganzen Erinnerungen nochmal hochgekommen sind und andererseits war das Gefühl, diesen großartigen Anime hinter mir zu haben, wirklich deprimierend.

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Story:
Erin gehört zu den Anime, deren Schwächen man nach nur wenigen Episoden bereits erkennen kann:

Die kindliche (nicht kindische!) Art des Animes kann anfangs sehr befremdend wirken und der Anime braucht wirklich verdammt lange, um einen wirklich zu packen. Er ist eben verdammt langsam, was das Pacing betrifft, was sich extrem negativ auf die Motivation auswirken kann. Aber eines kann ich garantieren: Alles nach Folge 30 ist verdammt genial! Außerdem bemerkt man erst spät, wie durchdacht die Story eigentlich ist, und dann hat man das Gefühl, dass alles schneller vorbeigeht als einem lieb ist.

Eine andere Schwäche sehe ich darin, dass es einige Klischees und momente gibt, die konstruiert wirken. Erin ist halt der Hauptcharakter und das merkt man ab und zu leider.

Aber so viel zu den Schwächen, wer bei den ersten 29 Folgen gut aufgepasst hat, wird mit gutem Writing belohnt: Die Story ist verdammt gut durchdacht. Während die erste Hälfte eher mit der Rahmenhandlung, Symbolen mit der Natur oder Tieren, Foreshadowings oder Build-Ups plottet, kümmert sich die zweite Hälfte um die Verlinkung zwischen Erin’s Handlungsstrang und der Rahmenhandlung. Dabei wird die Story immer interessanter und hat immer mehr Plot Twists, welche für Spannung sorgen. Abgeschlossen wird der Anime mit einem guten Ende. Es war zwar kein super genialer Mindblow wie in Paranoia Agent und keine Message wie bei Texhnolyze oder im Chimera Ant Arc, aber es war definitiv ein Stück besser als das Ende von Fullmetal Alchemist: Brotherhood. Auf jedenfall war ich damit zufrieden und es hat zum Anime gepasst.

Etwas weiteres Positives an Kemono No Souja Erin sind die einzigartigen Gefühle, die der Anime hervorbringt. Diese gehen von beruhigenden, niedlichen Mutter-Kind-Bindungen bis hin zu Mitleidsgefühlen und Trauer, wenn ein Charakter stirbt. Der Anime schafft es halt, gutes, glaubwürdiges Drama zu machen, was für Anime generell relativ selten ist. An einigen Momenten ist er sogar zum mitfiebern spannend.

Insgesamt ist die Story sehr langsam, weil sie sich eben Zeit nimmt, eine gut geschriebene Handlung und gute Charakterentwicklungen aufzubauen. Dabei schafft es der Anime, einen mit schockierenden Plot Twists zu flashen und für wirklich glaubwürdiges Drama zu sorgen. Ein Beispiel wäre eine besimmte Szene, die etwas mit Handschuhen und einer Königsbestie zu tun hat. Die Story ist praktisch voll von solchen rührenden Momenten. 8/10

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Charaktere:
Die Charaktere sind ebenfalls hervorgestochen, wenn auch verschieden:

Während ich Sympathien für den Imker Joun, Erin, Kiriku und die Königin hegte, konnte ich diese Zwillinge und den Hauptantagonisten gar nicht leiden. Ich will nicht spoilern, wer es ist, aber dass es einen gibt, sollte eigentlich klar sein. Auf jedenfall war er kein schlechter Antagonist, er hatte auch Charisma und zur Handlung gepasst, aber letzten Endes fand ich seine Beweggründe doch zu lasch und er war auch sehr einseitig gestaltet.

Aber die Zwillinge, Nukku und Mokku, waren noch viel schlimmer: Sie haben wirklich nur genervt, allein ihre gemeinsamen Dialoge sind mir tierisch auf die Nerven gegangen. Sie waren zwar auf ihre Art sympathisch, aber das macht ihren niedrigen Nutzen bezüglich der Story nicht wett. Das Problem war einfach, dass sie nur als Comedy Sidekicks gedient haben.

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Dafür gibt es aber auch lauter gute Charaktere, die man sehr schnell ins Herz schließt: Joun war ein verdammt sympathischer Charakter, der Erin’s Leben stark beeinflusst hat. Ich mochte seine Art und seine Hintergrundgeschichte, dementsprechend hatte ich auch Mitleid mit ihm.

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Ein weiterer guter Charakter ist Kiriku. Dieser ist ein beauftragter Attentäter, der sich den Protagonisten des öfteren in den Weg stellt und eine unheimliche Art hat. Allerdings hatte er auch eine dramatische Hintergrundgeschichte und leidete deswegen an seinen Erinnerungen. Ich konnte seine Entscheidungen immer nachvollziehen und mochte ihn sehr.

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Der vermutlich beste Charakter des ganzen Animes war Erin. Sie ist auch generell einer der besten Charaktere, die ich kenne. Ihre Entwicklungen waren einfach nur fantastisch, ständig musste sie Verluste erleiden und lernte dazu. Es war einfach nur wunderschön, mitanzusehen, wie sie vom unschuldigen, kleinen Mädchen zur erwachsenen Frau wurde. Dabei wurde ihr 50 Folgen Zeit gelassen, sodass man schön die Zwischenstufen sehen konnte. Ich könnte noch stundenlang über sie philosophieren, aber das würde die Länge der Review nur sprengen, auch wenn ich meinen Erin-Hype nur hier auslassen kann, weil den Anime ja so gut wie niemand kennt.

Selbstverständlich gilt auch hier die Standardphrase: Es gibt noch viele geniale Charaktere, die ich nicht wirklich erwähnt habe wie Ial, Lilan oder Soyon. Und ja, in diesem Anime entwickeln sich auch Tiere weiter, womit alleine die Königsbestien aus Erin qualitativ die meisten durchschnittlichen Animecharaktere in den Schatten stellen.

Generell sind fast alle Charaktere gut. Auch wenn mir der Antagonist und die Zwillinge nicht so sehr zugesagt haben, konnten mich die restlichen Hauptcharaktere doch sehr überzeugen, besonders weil sie sehr realistisch und tiefgründig gestaltet waren und ich für nahezu jeden Sympathien hegte. 8/10

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Optisches:
Hier spaltet sich meine Meinung vermutlich am meisten:

Einerseits gab es so wunderschöne Zeichnungen, Hintergründe und Symbole, andererseits waren die Animationen oft schlecht. Ich erinnere mich noch an den einen Zweikampf oder die Szene, die so aussah, als würde Erin’s Kugelschreiber Schriftzeichen zaubern. Die Animationen sind sehr langsam und man merkt oft, dass sie nicht gerade flüssig sind.

Der Zeichenstil hingegen war wunderbar. Ich habe es geliebt, wenn Legenden erzählt wurden und man die dazugehörigen Symbole gezeigt hat. Auch das Design der Königsbestien und der Touda konnte mich überzeugen. Die Charakterdesigns fielen mir auch positiv auf. Die Hintergründe wirkten zwar etwas verschwommen, aber mich hat das nie wirklich gestört, viel eher haben sie zur beruhigenden Atmosphäre beigetragen. 7/10

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Musik:
Die Musik gefiel mir fast gänzlich. Das zweite Ending fand ich nicht mehr so gut wie das Erste, aber abgesehen davon konnte mich so ziemlich jedes Musikstück packen. Besonders die zweite Version des Openings war verdammt episch und schön zugleich. Auch das erste Ending, nämlich After the Rain, war wunderschön.

Die OSTs waren ebenfalls sehr emotional, süchtig machend und haben perfekt zur Stimmung gepasst. So konnten die traurigen Szenen durch die Musik noch ein ganzes Stück trauriger werden, wodurch ich manche Szenen besser in Erinnerung behalten habe. Besonders die Szene, bei der die Opfer des Krieges gezeigt wurden, fand ich richtig rührend. Alleine wegen den OSTs kommen einem bei diesem Anime fast schon die Tränen. 8-9/10

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Fazit:
Dachtet ihr, euer Lieblingsanime ist underrated? Dann habt ihr Erin noch nicht gesehen. Das Problem ist, dass eben niemand außer mir, Shino, Raki und ein paar Amerikanern den Anime kennt und die Ratings für diesen Anime sind auch meistens sehr niedrig, weil viele den Fehler machen, ihn nicht zu beenden.

Falls ich euch ermutigen konnte den Anime anzuschauen, freut es mich, allerdings würde ich euch stark dazu raten, bis Folge 30+ durchzuhalten, und dann erst ein wirkliches Urteil darüber zu fällen.

Generell muss ich mich an der Stelle für Shinos Fanboying und Rakis (passive) Motivierung bedanken, denn ohne sie hätte ich einiges verpasst.

Erin ist ein wunderschöner, ruhiger Anime, der besonders durch das durchdachte Writing, Erin’s fantastisches Development und das gute Drama punktet. Es gibt auch das ein oder andere Thema, das zum Nachdenken anregt, wie zum Beispiel Erin’s Weltanschauung, Tiere wie Menschenfreunde zu behandeln, aber in Sachen Traurigkeit punktet der Anime doch viel eher mit tollen Charakteren, welche ein trauriges Schicksal haben. Mit einer 8/10 würde ich Kemono No Souja Erin sowohl als ein Meisterwerk als auch als einer der besten Anime überhaupt bezeichnen, er hat es sogar in meine Top 10 geschafft, weil mir einfach vieles so sehr hängen geblieben ist. Ansonsten kann ich nur noch sagen, dass ich für Diskussionen über den Anime gerne offen bin, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob Spoiler in den Kommentaren erlaubt sind, bei den wenigen Leuten, die sich meine Beiträge durchlesen.

 

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4 thoughts on “Anime Review: Kemono No Souja Erin (Spoilerfrei)

  1. “Auch der kindliche Stil der Serie schreckte mich ab.”
    Was man aber eigentlich nicht sollte. Man muss bei sowas wirklich immer unterscheiden zwischen kindlich und kindisch. Ich meine diesen hast du ja schon richtig erkannt und kindlich muss bei Anime einfach mal gar nichts heißen. Das mit den episodischen Folgen kann ich dann schon eher nachhvollziehen.

    “das Gefühl, diesen großartigen Anime hinter mir zu haben, wirklich deprimierend.”
    Ja ich glaub ich hab das bis heute noch nicht mal ganz überwunden.

    “Er ist eben verdammt langsam, was das Pacing betrifft, was sich extrem negativ auf die Motivation auswirken kann.”
    Das liegt einfach daran, weil die Serie auch für jüngere Zuschauer geeignet sein sollte. Was die Vorlage jetzt eher nicht so ganz ist. Deswegen haben sie ja auch noch die zwei Joke Chars eingebaut und halt Random Episoden damit nicht immer so stark Drama an Drama kommt.

    “Es war zwar kein super genialer Mindblow wie in Paranoia Agent”
    Hm. Ich würde aber meinen Erin ist mindestens genauso “genial” eben auf seine eigene Weise und kann auch vom Wrinting her mithalten.

    “und keine Message wie bei Texhnolyze”
    Und ich hab es immer noch nicht gesehen…

    “aber es war definitiv ein Stück besser als das Ende von Fullmetal Alchemist: Brotherhood.”
    Ja da würde ich mitgehen und das trotz dem epischen Über Battle mit dem coolen Opa.

    “Etwas weiteres Positives an Kemono No Souja Erin sind die einzigartigen Gefühle, die der Anime hervorbringt.”
    Ja und dies fehlt mir halt bei fast jedem anderen Anime und genau dewegen vermisst man die Serie dann auch so besonders stark. Dieser Mix aus “feel good” und dem Gefühl etwas richtig anstänidges gesehen zu haben.
    Ich denke ein wichtiger Punkt dafür ist der unschlagbare Soundtrack. Für mich auch bis heute wirklich der beste den ich überhaupt kenne.

    “Die Story ist praktisch voll von solchen rührenden Momenten.”
    Mir kamen nur ein einziges Mal in der Serien die Tränen und das war wo sie den Anhänger ihrer Mutter anlegt.
    Für mich die stärkste Szene der gesamten Serie, wenn man weiß wie es dazu gekommen ist und warum sie das genau in dieser Szene tut.

    “Aber die Zwillinge, Nukku und Mokku, waren noch viel schlimmer”
    Wie gesagt die gibt es auch wirklich nur damit die Serie etwas mehr für Kinder geeignet ist.
    Sie sollen meist einfach die Stimmung etwas aufheitern und natürlich mag man sie dann als älterer Zuschauer nicht, weil man eben genau weiß, dass sie nur aus diesem einen Grund da sind und die Story sie gar nicht bräuchte.

    “Der vermutlich beste Charakter des ganzen Animes war Erin”
    Besonders wegen dieser Stimme! Ist halt auch bis heute die einzige Rolle der Sprecherin und sie verlieh diesem Charakter eine einzigartige Persönlichkeit.

    “Besonders die zweite Version des Openings war verdammt episch und schön zugleich.”
    Ich vergesse nie wie gehyped ich damals war als ich die neue Folge starte und dann diese neue Opening kommt.
    Ich meine beide Openings sind für mich echte Meisterwerke, aber das 2. ist einfach nur Hype.

    “Dachtet ihr, euer Lieblingsanime ist underrated? Dann habt ihr Erin noch nicht gesehen. ”
    Genau das.

    Ich bin froh wenn ich jedenfalls dem einen oder anderen dazu verhelfen konnte diese wunderschöne Serie zu genießen und wirklich jeder der diesen Artikel ließt, sollte darüber nachdenken sich auch mal zu versuchen.

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  2. Yay, ein Kommentar von Shino. 😀

    “Was man aber eigentlich nicht sollte. Man muss bei sowas wirklich immer unterscheiden zwischen kindlich und kindisch. Ich meine diesen hast du ja schon richtig erkannt und kindlich muss bei Anime einfach mal gar nichts heißen. Das mit den episodischen Folgen kann ich dann schon eher nachhvollziehen. ”
    Ja, ich glaube, erwähnt zu haben, dass “kindlich” und “kindisch” zwei völlig verschiedene Dinge sind. Das beweist auch, dass man auf Oberflächlichkeiten wirklich keinen Wert legen sollte. Die episodische Struktur hat den guten Plot aufgebaut, ähnlich wie FMA:B und Monster.

    “Ja ich glaub ich hab das bis heute noch nicht mal ganz überwunden.”
    Vor allem bekommt man manchmal richtig Lust auf ein Rewatch.

    “Das liegt einfach daran, weil die Serie auch für jüngere Zuschauer geeignet sein sollte. Was die Vorlage jetzt eher nicht so ganz ist. Deswegen haben sie ja auch noch die zwei Joke Chars eingebaut und halt Random Episoden damit nicht immer so stark Drama an Drama kommt.”
    Oh, das wusste ich nicht. Aber trotzdem hat das auch zum einzigartigen Flair der Serie beigetragen.

    “Hm. Ich würde aber meinen Erin ist mindestens genauso “genial” eben auf seine eigene Weise und kann auch vom Wrinting her mithalten.”
    Das auf jeden Fall, ich habe mich nur auf das Ende bezogen, da PA schon ein verdammt gutes Payoff-Ende mit einer Message hatte, und Erin halt “nur” die Geschichte auf eine gute Art abgeschlossen hat.

    “Und ich hab es immer noch nicht gesehen…”
    Solltest du tun, der Anime ist wirklich eines der Werke, die sich jeder Anime-Konsument einmal angesehen haben sollte. Zumindest jeder, der nicht nur auf Unterhaltung und Mainstream aus ist.

    “Ja da würde ich mitgehen und das trotz dem epischen Über Battle mit dem coolen Opa.”
    Den Endkampf fand ich episch, nur fand ich zum Beispiel den Einzelkampf zwischen Edward und Vater etwas lahm, und generell häuften sich die Klischees und die Vorhersehbarkeit gegen Ende. Ich fand es würdig, aber unter dem hohen Niveau des Parts gegen Ende.

    “Ja und dies fehlt mir halt bei fast jedem anderen Anime und genau dewegen vermisst man die Serie dann auch so besonders stark. Dieser Mix aus “feel good” und dem Gefühl etwas richtig anstänidges gesehen zu haben.
    Ich denke ein wichtiger Punkt dafür ist der unschlagbare Soundtrack. Für mich auch bis heute wirklich der beste den ich überhaupt kenne. ”
    Oh ja, die Soundtracks sind wirklich wunderbar, besonders die fantastische Atmosphäre war etwas, das ich in keinem zweiten Anime gesehen habe, ein Mix aus beruhigenden Gefühlen und Trauer. Da fällt mir doch nur Texhnolyze ein, das mit seiner dystopischen, nihilistischen, düsteren Atmosphäre punktet.

    “Mir kamen nur ein einziges Mal in der Serien die Tränen und das war wo sie den Anhänger ihrer Mutter anlegt.
    Für mich die stärkste Szene der gesamten Serie, wenn man weiß wie es dazu gekommen ist und warum sie das genau in dieser Szene tut.”
    Also ich fand ein paar Tode, deine Szene, die Szene mit den Opfern des Krieges und dem Thronfolger sowie die Szene, an der sie ihre Handschuhe angezogen hat, richtig traurig.

    “Wie gesagt die gibt es auch wirklich nur damit die Serie etwas mehr für Kinder geeignet ist.
    Sie sollen meist einfach die Stimmung etwas aufheitern und natürlich mag man sie dann als älterer Zuschauer nicht, weil man eben genau weiß, dass sie nur aus diesem einen Grund da sind und die Story sie gar nicht bräuchte.”
    Leider waren sie etwas Fehl am Platz, wenn man sich Lilan’s Momente anschaut. Aber gut, japanische Kinder sind ja Schlimmeres gewohnt. Zum Beispiel Unterhosen, Blut und flackernde Bildschirme (Hallo, “Electric Soldier Porygon”).

    “Besonders wegen dieser Stimme! Ist halt auch bis heute die einzige Rolle der Sprecherin und sie verlieh diesem Charakter eine einzigartige Persönlichkeit.”
    Die Stimme fiel mir auch auf, allerdings fand ich das allerbeste ihre realistische, detailierte Entwicklung, die locker mit Meruem oder Tenma mithalten kann.

    “Ich vergesse nie wie gehyped ich damals war als ich die neue Folge starte und dann diese neue Opening kommt.
    Ich meine beide Openings sind für mich echte Meisterwerke, aber das 2. ist einfach nur Hype.”
    Das Erste war wunderschön und das Zweite war einfach nur episch und schön zugleich.

    “Ich bin froh wenn ich jedenfalls dem einen oder anderen dazu verhelfen konnte diese wunderschöne Serie zu genießen”
    Oh ja, dadurch hat sich auch mein Vertrauen in gewisse Leute massiv erhöht, was doch für mich eine Seltenheit ist. Ich kann mit einer Hand abzählen, auf wen ich bei Ratings am meisten hören würde.

    ” und wirklich jeder der diesen Artikel ließt, sollte darüber nachdenken sich auch mal zu versuchen.”
    Vorausgesetzt, man liest sich meine Noname-Artikel durch. 😀
    Aber Spaß beiseite, wenn ich andere zur Serie ermutigen konnte, freue ich mich. Das Problem ist halt wirklich nur, dass man sich zu Beginn ständig fragt “Wird noch etwas aus dieser Serie?”, weil sie manchmal einfach nur stark täuschen kann. Umso genialer wird es dann, wenn man die Genialität der Serie bemerkt.

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  3. “und der Anime braucht wirklich verdammt lange, um einen wirklich zu packen.”

    Eigentlich merkt man bereits in Folge 6 und 7, dass der Anime mehr zu sein scheint, als erst angenommen. Das zählt auch immer noch zu meinen absoluten Lieblingsszenen. Ich spoiler aber besser mal nicht. Ihr wisst bestimmt, was ich meine. Übrigens ist der Anfang in der Romanvorlage nicht so ausführlich, wodurch diese Szene im Anime viel beeindruckender ist. Danach kommt solides Slice-of-Life, was ich auch gerne geschaut hatte. Die zweite Hälfte ist dann natürlich grandios, aber Langeweile hatte ich innerhalb des Animes seltsamerweise nur selten verspürt. Selbst die Filler sind so viel besser als die normalen Folgen von den meisten anderen Serien, die so laufen. Nun ja, die Serie ist aber auch nicht umsonst so weit oben bei meinen Favoriten.

    “Besonders die zweite Version des Openings war verdammt episch und schön zugleich.”

    Allein die Openings sind schon zwei kleine Meisterwerke, das stimmt.

    “Das Problem ist, dass eben niemand außer mir, Shino, Raki und ein paar Amerikanern den Anime kennt”

    Ganz so schlimm ist es nicht. Ein paar mehr kenne ich schon. Ich habe auch bereits einige Leute dazu bekommen, die Serie zumindest auf ihre Plan to Watch-Liste zu setzen, wenn sie es noch nicht geschaut haben.

    “Dachtet ihr, euer Lieblingsanime ist underrated? Dann habt ihr Erin noch nicht gesehen.”

    Ich möchte meinen, dass das bei Arete Hime schlimmer ist (und das ist nur ein Film).

    @shinobakura:
    “Man muss bei sowas wirklich immer unterscheiden zwischen kindlich und kindisch. Ich meine diesen hast du ja schon richtig erkannt und kindlich muss bei Anime einfach mal gar nichts heißen”

    Ich finde das ja immer lustig, dass die ganzen Animefans Madoka in den Himmel loben, weil das total erwachsen und gut geschrieben sein soll trotz des kindlichen Stils, aber dann Erin aus eben jenen Grund nicht anrühren. Oh ja, das ist wirklich sehr logisch. Aber auch im Allgemeinen sich bei Animes über so etwas Gedanken zu machen ist wirklich stupide.

    “Ja ich glaub ich hab das bis heute noch nicht mal ganz überwunden.”

    Dann warte erstmal Texhnolyze ab. Besser wird´s danach nicht mehr. Mir braucht hier übrigens keiner mit LoGH zu kommen…

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  4. “Eigentlich merkt man bereits in Folge 6 und 7, dass der Anime mehr zu sein scheint, als erst angenommen. Das zählt auch immer noch zu meinen absoluten Lieblingsszenen. Ich spoiler aber besser mal nicht. Ihr wisst bestimmt, was ich meine. Übrigens ist der Anfang in der Romanvorlage nicht so ausführlich, wodurch diese Szene im Anime viel beeindruckender ist. Danach kommt solides Slice-of-Life, was ich auch gerne geschaut hatte. Die zweite Hälfte ist dann natürlich grandios, aber Langeweile hatte ich innerhalb des Animes seltsamerweise nur selten verspürt. Selbst die Filler sind so viel besser als die normalen Folgen von den meisten anderen Serien, die so laufen. Nun ja, die Serie ist aber auch nicht umsonst so weit oben bei meinen Favoriten. ”
    Ja, die Szene war richtig episch und konnte mich ermutigen, das Slice-of-Life danach allerdings fand ich am zähesten.

    “Allein die Openings sind schon zwei kleine Meisterwerke, das stimmt.”
    True Story.

    “Ganz so schlimm ist es nicht. Ein paar mehr kenne ich schon. Ich habe auch bereits einige Leute dazu bekommen, die Serie zumindest auf ihre Plan to Watch-Liste zu setzen, wenn sie es noch nicht geschaut haben.”
    Hmm, mir fällt auch auf, dass der Anime etwas bekannter geworden ist, generell sind viele Hidden Gems bekannter. Aber ja, du bist der erste, der über Arete Hime kennt.

    “Ich finde das ja immer lustig, dass die ganzen Animefans Madoka in den Himmel loben, weil das total erwachsen und gut geschrieben sein soll trotz des kindlichen Stils, aber dann Erin aus eben jenen Grund nicht anrühren. Oh ja, das ist wirklich sehr logisch. Aber auch im Allgemeinen sich bei Animes über so etwas Gedanken zu machen ist wirklich stupide.”
    Hachja, die guten alten Madokaists. Aber habe ich mich nicht genug über sie aufgeregt? Der Anime ist einfach nur durchschnittlich und das Writing ist um Welten nicht so gut wie sie sagen. Bei Erin wird halt Wert auf erwachsene Themen gelegt, Madoka ist lediglich brutaler als die meisten Magical Girls, wobei man hier aufpassen muss, da auch in Winx Club Charaktere gestorben sind.

    “Mir braucht hier übrigens keiner mit LoGH zu kommen…”
    Texhnolyze vs LoGH finde ich eigentlich ein ganz interessantes Thema. Texhnolyze ist einfach unschlagbar, aber LoGH soll ja eine detailiertere Geschichte als Monster haben und dazu über 200 Charaktere, die auf Erin-Niveau sein sollen.

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